Geschichte

1. Trachtenwoche 1951

Diese Organisationsformen sind geblieben. Sie haben sich bewährt und dem Kuratorium als verantwortlichen Träger in den 53 Jahren das Gelingen aller Festwochen gesichert. Die erste deutsche Trachtenwoche wurde in der Zeit vom 4. bis 11. August 1951 durchgeführt, und an ihr nahmen Gruppen aus Deutschland sowie als erste außerdeutsche Gruppe die Sing- und Spielgruppe der oberösterreichischen Lehrervereinigung aus Linz teil. Die Teilnehmer dieser Gruppe lösten im Kuratorium die Grundsatzfrage aus, inwieweit man künftig weitere außerdeutsche Gruppen einladen solle, um zu einer europäischen Folklorewoche zu kommen. Es war der Wunsch der Deutschen, aus ihrer ersten sehr spürbaren Isolierung herauszukommen und zum Ausdruck zu bringen, wie sehr sie sich nach Gemeinsamkeit im europäischen Lebensraum sehnten. Und kein geringerer, als A. Paul Weber hatte das Plakat für die erste Großveranstaltung nach dem Krieg auf dem Neustädter Marktplatz entworfen.

2. Trachtenwoche 1952

Die sehr positive Resonanz, die die erste Woche in der Öffentlichkeit fand, veranlasste das Kuratorium, schon rechtzeitig an die Vorbereitung der 2. Woche zu gehen. Zuschüsse vom Land, Kreis und Stadt, sowie die Bereitstellung von Quartieren durch die Bevölkerung und die Hergabe von Spenden sicherten die Durchführung. Wenn auch zunächst nur sechs Gruppen aus dem europäischen Ausland teilnahmen, so war doch der Anfang gemacht, und man war dankbar dafür, dass gerade Gruppen aus Nachbarländern, die doch zum Teil die deutsche Besatzung noch in schmerzlicher Erinnerung haben mussten, ohne Ressentiments als gute Freunde kamen. Sie wurden herzlich in unseren Bürgerhäusern aufgenommen, und zwischen ihnen und den übrigen deutschen Gruppen entwickelten sich Freundschaften, die teilweise noch heute bestehen. „Wer die Abschlussveranstaltung dieser ersten Europäischen Begegnung miterlebt hat, nahm die Überzeugung mit, dass eine gute Saat gesät war.“